Die Hilfsorganisation CARE
Deutschland-Luxemburg fordert die reichen Nationen zum Jahreswechsel
auf, genügend Geld für die vom Hunger bedrohten Menschen bereit zu
stellen. Ihr Vorsitzender Heribert Scharrenbroich sagte in Bonn:
"Wenn nur ein Bruchteil dessen, was zur Bekämpfung der Finanzkrise
mobilisiert wird, zur Hungerbekämpfung ausgegeben würde, hätten wir
im Jahr 2009 kaum noch Hungertote."
Nach Angaben der UN-Agrarorganisation (FAO) sind derzeit 75
Millionen Menschen mehr vom Hunger bedroht als noch vor einem Jahr.
Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) braucht zum neuen Jahr 5,2
Milliarden US-Dollar für Äthiopien, Somalia, Sudan und andere Länder.
Scharrenbroich forderte die Industriestaaten auf, sich "ihrer
Verantwortung klar zu werden und ein radikales Umdenken in der
Handelspolitik einzuleiten." Wenn es nicht gelinge, endlich einen
fairen Handel auf die Beine zu stellen, so Scharrenbroich weiter,
"wird die Alimentierung nie aufhören und die Ärmsten der Armen werden
weiter auf Hilfe angewiesen sein."
Sollte es nicht gelingen, die Nahrungsmittelpreise "in den Griff
zu bekommen, müssen wir 2009 mit Unruhen und Kämpfen für das tägliche
Brot rechnen - und das in vielen Ländern der Erde." Neben allem, was
"bei uns zuhause getan werden muss, um Menschen zu helfen, sollten
wir unseren Problemhorizont dennoch nicht auf die Grenzen Europas
beschränken."