Balis Hohepriester rufen Hindus zu Verzicht auf Schildkröten-Opfer auf
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Nach Gesprächen mit dem WWF fordern 29 einflussreiche balinesische Hindu-Priester ihre Gläubigen auf, bei religiösen Ritualen auf Schildkröten-Opfer zu verzichten. Das Fleisch der vom Aussterben bedrohten Meeresschildkröten spielt in der Tradition des indonesischen Hinduismus eine wichtige Rolle. Ende der 90er Jahre wurden nach Angaben des WWF noch bis zu 20.000 Tiere jährlich geopfert. Da der enorme Bedarf bislang nicht allein aus Bali gedeckt werden konnte, werden nach Schätzungen monatlich 500 bis 1.000 Meeresschildkröten illegal importiert.
Die Hohepriester wollen Meeresschildkröten künftig nur noch bei den wichtigsten Festen opfern. Ansonsten sollen Schildkröten-Bilder oder Reiskekse in Schildkrötenform das echte Opfer ersetzen. Dadurch würde die Zahl der benötigten Tiere auf 100 bis 200 pro Jahr sinken. "Die Zusammenarbeit zwischen religiösen Führern und Naturschützern ist ungewöhnlich und ein großer Erfolg für den Schutz der bedrohten Meeresschildkröten", freut sich die Initiatorin der Gespräche, Ida Bagus Windia Adnyana vom WWF Indonesien.
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Beitrag von WWF
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