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„Nur eine leere Hülle“

Ein neuer „Energiepakt“ als Ergänzung zum Kioto-Protokoll

Die USA wollen gemeinsam mit Australien, Japan, China, Indien und Südkorea einen neuen „Energiepakt“ als Ergänzung zum Kioto-Protokoll ins Leben rufen. Treibhausgasemissionen reduzieren durch die Entwicklung umweltfreundlicher Energietechnologien ist die Kernaussage des Programms, das heute vorgestellt wurde. Wie dieses Ziel erreicht werden soll, ist nach Einschätzung des WWF unklar.

„Konkrete Maßnahmen sucht man in der vorgelegten Erklärung vergeblich.“, sagt Regine Günther, Klimaexpertin des WWF. „Neue Ideen enthält sie genauso wenig, wie Angaben, mit welchen Geldern das Programm finanziert werden soll. Bei einem globalen Problem wie dem Klimawandel ist zudem entscheidend, dass eine Begrenzung der Treibhausgasemissionen verbindlich festgeschrieben wird. Der Entwurf bleibt aber unverbindlich und ist nicht mehr als der Rahmen für eine Vision, eine Wunschliste neuer Technologien.“ Dass der Energiepakt keine Alternative zum Kioto-Protokoll sein kann, haben auch die Unterzeichner erkannt und wollen ihn als Ergänzung verstanden wissen. Diese sei zu diesem Zeitpunkt aber nur eine leere Hülle, so die Expertin.

Ein Beispiel für eine substantielle Ergänzung ist nach Ansicht des WWF die Bonner Renewables-Konferenz zu Erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr. Dort hatten sich die Teilnehmer auf finanzielle und politische Zusagen einigen können. Neue Abkommen zur Entwicklung umweltfreundlicher Energien müssten erstens klare Strategien vorweisen, wie sie auf dem Markt gefördert werden sollen, zweitens mit entsprechendem Geld ausgestattet sein und drittens von echten politischen Maßnahmen unterstützt werden.

Das Kioto-Protokoll ist das erste internationale Abkommen, um den Klimawandel zu bekämpfen. Bis heute haben 152 Nationen das Protokoll unterzeichnet. Zu den Staaten, die ihre Unterschrift bislang verweigerten, zählen unter anderem die USA und Australien.

Beitrag von WWF
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