Zitate aus dem Buch des Religionsministeriums "Weibliche Genitalbeschneidung ist kein islamischer Ritus":
Religionsminister Zakzouk: "Ein abscheulicher Brauch...weder geistig noch religiös gerechtfertigt ...schlechte Tradition mit verheerenden Konsequenzen ... ."
Prof. Dr. Muhammad Tantawi, Großsheikh der berühmten Azhar-Universität, geistiger Führer des sunnitischen Islam: "Weibliche Genitalverstümmelung ist durch nichts in den Heiligen Schriften gerechtfertigt."
Prof. Ali Gom'a, Großmufti im Justizministerium: "Ein Verbrechen, das gegen höchste Werte des Islam verstößt."
Prof. Dr. Yusuf Qaradawi, weltbekannter Gelehrter aus Katar: "Der Brauch muss verboten werden, wenn nachweislich Schäden entstehen."
Gesundheitsminister Dr. Hatim Al-Jabali: "Führt eine medizinische Person die Weibliche Genitalbeschneidung durch, verstößt sie gegen die Gesetze und Bestimmungen, die die Ausübung des Arztberufes regeln. Alle bisherigen anderslautenden Beschlüsse werden ab sofort annulliert. Das Parlament ist angewiesen, scharfe Sanktionen festzulegen."
Über das eigentliche Thema hinaus ist die Schrift aus dem Ministeramt ein Dokument der Menschlichkeit. Minister Zakzouk: "Alle Menschen in dieser Welt sind Brüder und Schwestern, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Sprache und Religion."
Weibliche Genitalverstümmelung wird in 35 Ländern der Welt in unterschiedlicher Schwere und Verbreitung praktiziert. Weltweit sind 150 Mio. Frauen davon betroffen, täglich gibt es 8000 neue Opfer. Jedes dritte Mädchen stirbt bei der schlimmsten Form, der sogenannten Pharaonischen Verstümmelung. Auch in Europa, auch in Deutschland, sind Mädchen von Eltern aus Verstümmelungsländern davon bedroht.