Ein LKW-Konvoi des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) mit 33 Tonnen Hilfsgütern -
darunter Plastikplanen, Decken, Küchensets und Kanister - erreichte gestern Goma, die
Hauptstadt der Krisenprovinz Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo.
Die dringend benötigten Güter, die aus regionalen Notfalldepots in Tansania stammen,
werden unverzüglich an Zehntausende Binnenvertriebene verteilt. In der Nähe von Goma
unterstützt UNHCR rund 135.000 Menschen in sechs Flüchtlingslagern.
Ebenfalls am 5. November begannen UNHCR-Helfer zusammen mit dem UNWelternährungsprogramm
(WFP) erstmalig nach Ausbruch der letzten Gewalteskalationen
in Nord-Kivu damit, Lebensmittel an Zehntausende Vertriebene zu verteilen. Die aktuellen
Hilfsoperationen wurden durch einen Waffenstillstand und die relative Ruhe in den letzten
Tagen ermöglicht.
Anfang der letzten Woche begann UNHCR bereits damit, in dem überfüllten Kibati
Flüchtlingslager sanitäre Einrichtungen und Unterkünfte einzurichten. In dem Kibati Camp
bei Goma lebten vor den letzten Kämpfen 15.000 Menschen. Innerhalb der letzten Tage
wuchs die Zahl auf 65.000 Binnenvertriebene. Außerdem haben UNHCR-Helfer
gemeinsam mit ihren Partnern begonnen, riesige mobile Lagerhäuser zu errichten. Jedes
dieser Häuser kann etwa 200 Menschen Schutz und Unterkunft bieten.
Seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe in Nord-Kivu Ende August, sind über 250.000
Menschen vertrieben worden. Nach Schätzungen leben gegenwärtig allein in dieser
Provinz ungefähr 850.000 Binnenvertriebene. Das größte Problem für die Helfer ist der
nach wie vor stark eingeschränkte oder nicht vorhandene Zugang zu den
Hilfsbedürftigsten. Aufgrund der katastrophalen Lage der Vertriebenen in Ost-Kongo, ruft
die UNO-Flüchtlingshilfe, der Partner von UNHCR in Deutschland, dringend um Spenden
auf.
Helfen Sie den Flüchtlingen in Ost-Kongo:
UNO-Flüchtlingshilfe, Spendenkonto 2000 88 50
Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98
Stichwort: Kongo
Spenden online: www.uno-fluechtlingshilfe.de