Die Diakonie Katastrophenhilfe hat ihre
Soforthilfe für die Opfer des verheerenden Zyklons Nargis in Birma
(Myanmar) von 50.000 auf 250.000 Euro aufgestockt. "Als Christen
können wir Menschen mit zerschlagenen Existenzen und Hoffnungen nicht
im Stich lassen", sagte die Direktorin des evangelischen Hilfswerks,
Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel. Die rund 60 Mitarbeiter des
lokalen Partners FREDA sind vor Ort dabei, so viel Opfern wie möglich
in dem am meisten betroffenen Irrawaddy-Delta zu helfen. Zugleich
engagiert sich die Diakonie Katastrophenhilfe im internationalen
kirchlichen Netzwerk ACT (Kirchen helfen gemeinsam).
Erwägungen, angesichts der Politik der Junta in Birma keine Hilfe
zu leisten, bezeichnete Füllkrug-Weitzel als zynisch. "Unterlassene
Hilfeleistung widerspricht unserem Auftrag." Ersten Berichten zufolge
sind die Lebensmittelvorräte der Überlebenden erschöpft. Die meisten
sind mit dem nackten Leben davongekommen. Es sei jedoch wichtig, so
viel Hilfe wie möglich über zivilgesellschaftliche Organisationen zu
leisten, anstatt sie dem Staat in die Kassen fließen zu lassen,
betonte die Direktorin. Sie dankte allen Menschen, die die Arbeit der
Diakonie Katastrophenhilfe mit ihren Spenden unterstützen. Außerdem
zeigte sie sich erleichtert, dass nach bisherigen Informationen alle
Mitarbeiter von FREDA die Katastrophe überlebt haben.
FREDA versorgt mit Hilfe der Diakonie Katastrophenhilfe die Opfer
mit den Gütern, die am dringendsten benötigt werden: Lebensmittel,
Trinkwasser, Medikamente sowie Planen für provisorische Unterkünfte.
Diese Güter seien noch auf den lokalen Märkten erhältlich, erläuterte
Peter Rottach, Mitarbeiter der Diakonie Katastrophenhilfe. Auch wenn
die Preise gestiegen seien, könnten nur so die Opfer schnellstmöglich
versorgt werden, erläuterte Rottach. Außerdem müsse auch in der
ersten Nothilfe-Phase angesichts des Ausmaßes der Katastrophe an den
Wiederaufbau der zerstörten Häuser gedacht werden.
Die Nichtregierungsorganisation FREDA (Forest Resource Environment
Development and Conservation Association) kann auf ein Netzwerk vor
Ort zurückgreifen. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt FREDA
seit längerem bei der Aufforstung von Mangrovenwäldern an der Küste.
Die Regierung hat die Abholzung der Wälder, die Schutz vor Stürmen
bieten, zugunsten des Reisanbaus in den vergangenen Jahrzehnten
gefördert. Die Diakonie Katastrophenhilfe engagiert sich auch im
internationalen Netzwerk ACT protestantischer und orthodoxer Kirchen
und Hilfswerke in Genf. In diesem Rahmen organisieren die Partner
eine breit angelegte und koordinierte Hilfsaktion. Mit Hochdruck
werden momentan die Fragen nach Erteilung von Visa sowie der
Möglichkeit, Hilfsgüter ins Land zu bringen, geklärt.
Dabei können
die bisherigen Erfahrungen der schon im Land tätigen
Partnerorganisationen und der Mitgliedsorganisationen in
Nachbarländern genutzt werden. So hat das indische kirchliche
Hilfswerk CASA schon Mitarbeiter ins Katastrophengebiet entsandt.
Auch die kirchlichen Partner im Nachbarland Bangladesch haben ihre
Unterstützung zugesagt.
Peter Rottach ist ab Freitag in Birma und steht dort für
Interviews zur Verfügung.
Für ihre Hilfe in Birma bittet die Diakonie
Katastrophenhilfe um Spenden, Kennwort: "Zyklon Birma".
Spendenkonten:
Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ
600 100 70 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de/zyklon-birma
Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft
Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder online www.caritas-international.de