Sodalis - CECO: Projekt in Sambia |
| Sambia, 24. Mai 2010 |
Die Arbeit unserer Partnerorganisation in Sambia, Chikulupililo Empowerment Community, ist sehr
gut angelaufen. Bei einem Projektbesuch im April/Mai 2010 konnten wir uns persönlich von einer
außergewöhnlichen und beeindruckenden Arbeit überzeugen.
Chikulupililo Empowerment Community
Soziale Problemlagen.
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Soziale Problemlagen und Infrastruktur
CECO befindet sich in einem sehr armen Township – Mushili - von ca. 85.000 Einwohnern und ist ca.
7 km außerhalb von Ndola. Es gibt keine asphaltierten Straßen, teilweise offene Kanalisation, Strom
und Wasser ist zeitweise unterbrochen. Es gibt kaum Einkaufsmöglichkeiten und die Produkte, die
nicht aus eigenem Anbau stammen, sind sehr teuer. Hauptsächlich kleine Subsitenzstände entlang
der Staubstraßen sichern vielen Menschen ihre Existenz. CECO ist die einzige Non Profit
Organisation (NPO) in Mushili, die sich um die Belange von Frauen in der Gegend kümmert.
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Chikulupililo Empowerment Community, photo: Sodalis |
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Ganz konkret sind das:
1. Alphabetisierungskurs: Dieser Kurs war für 20 Frauen vorgesehen und schon jetzt sind es 45,
sodass die Gruppe geteilt werden musste. CECO benötigt hierfür eine Lehrerlaubnis, die nach
mehreren bürokratischen Hürden nun beantragt und bewilligt ist.
2. Schneiderkurs: Der Schneiderkurs wird in Zusammenarbeit mit einer Kirche angeboten, die
die Näh- und Strickmaschinen und Lehrpersonal zur Verfügung stellen. 11 Frauen werden
diese Ausbildung nach sechs Monaten mit einem Zertifikat abschließen.
3. Näh- und Stickkurse: Derzeit werden hier 25 Frauen befähigt, Tischdecken und Sofaüberwürfe
zu nähen und zu besticken, die nach Fertigstellung auf den lokalen Märkten verkauft werden
sollen. Zu beobachten ist, dass die teilweise noch sehr jungen Mütter Schwierigkeiten in der
Kindererziehung haben, sodass die älteren Teilnehmerinnen diesen Raum nutzen, die jungen
Frauen in Erziehungsfragen zu unterstützen. Unter anderen Umständen würden die jungen
Frauen möglicherweise nicht erreicht werden, doch dieser Näh- und Stickkurs stellt eine
einzigartige Möglichkeit dar, niedrigschwellig in pädagogischen Fragen Einfluss zu nehmen.
4. Landwirtschaftskurs: Der Landwirtschaftskurs wird in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium
in Ndola angeboten. Hier sollen Frauen alles über den Anbau von Gemüse
lernen und darüber hinaus, wie sie unter biologischen Gesichtspunkten durch die Einhaltung
von Fruchtfolgen ihre Erträge steigern können. 40 Frauen haben sich unter Anleitung von
CECO und dem Ministerium zu einer Kooperative zusammengeschlossen - unter der
Schirmherrschaft von CECO. Ziel der Kooperative ist es, autonom zu wirtschaften und die
Ressourcen der Gruppe gemeinschaftlich zu nutzen.
Wegen gesundheitlicher Probleme wie Mangelernährung und HIV/Aids werden Ernährungstrainings
in die Landwirtschaftskurse integriert.
Landwirtschftskurs.
5. Unternehmensgründung: Außerdem werden in Kürze Kurse beginnen, in denen Frauen
unterrichtet werden, kleine Unternehmen zu führen, Finanzpläne auszuarbeiten etc. Bereits
jetzt 18 Anmeldungen registriert.
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Literacy Programme, photo: Sodalis
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Neben den Ausbildungs- und individuellen Beratungsmöglichkeiten, haben die Straßensozialarbeitsprogramme
begonnen. Zwei Straßensozialarbeiterinnen sind täglich auf den Straßen Mushilis
unterwegs, um die Frauen in ihren Sozialräumen aufzusuchen. Dies ist eine niedrigschwellige
Möglichkeit auch jene Frauen zu erreichen, die aufgrund ihrer ganz persönlichen Lebensumstände
keine Möglichkeit haben CECO aufzusuchen. Durch regelmäßige Besuche an ausgewählten Orten
wird eine Vertrauensbasis hergestellt, die für diese Arbeit elementar ist. Aufgabe der
Straßensozialarbeiterinnen wird auch sein, Selbsthilfegruppen in den unterschiedlichen Stadtteilen zu
initiieren, die bei Bedarf von den Fachkräften von CECO unterstützt werden.
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Wirtschaftszweige von CECO;
1. Farmen: Die Farmen von CECO, deren Erträge langfristig die Sozialprogramme finanzieren
sollen, befinden sich 45 Autominuten außerhalb von Mushili. Die erneute Bewirtschaftung soll
im Oktober beginnen, also zu Beginn der Regenzeit. Früher ist wegen der schlechten
Bewässerungsinfrastruktur nicht möglich. Es gibt jeweils Brunnen auf den Farmen, jedoch
sind die Flächen zu groß für die Bewässerung von Hand.
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| CECO Center, photo: Sodalis |
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Die Region ist sehr fruchtbar. Vielerlei Gemüse kann angebaut werden. Momentan ist das Gras ca. 180cm hoch. Den Farmarbeitern stehen keinerlei Maschinen zur Verfügung, die die
harte Landwirtschaft in tropischer Hitze erleichtern könnten.
2. Bauunternehmen: Als sehr vielversprechend gilt der Handel von Bauholz in Sambia. Daher möchte CECO in dieses Gewerbe einsteigen. Es werden nur Hölzer verwendet, die eigens dafür aufgeforstet wurden. Die Marktforschung verspricht ein lukratives Geschäft, wenn es angelaufen ist.
Die gewinnbringenden Wirtschaftszweige sind ganz elementar für unsere Partnerorganisation - für ihre
sozialen Angebote - da so langfristig eine Eigenständigkeit erzielt werden kann. Die Autonomie von
CECO ermöglicht der Organisation seine Angebote an dem Bedarf der Menschen zu orientieren,
unabhängig von den Förderzwecken von Geldgebern.
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