UNICEF - Foto des Jahres 2007: Ehrenvolle Erwähnungen
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| Dezember 2007 |
Nir Elias, Israel, (Reuters), Schmerzgrenze - Sporterziehung in China (unten l.): Fünf Minuten lang hängen diese Jungen an einer Stange, als Teil ihres Trainings in der Turnhalle der Sportuniversität Shanghai am 7. August 2007. Die Schüler der Turnerklasse der Yangpu District Youth Sports School sind zwischen 5 und 9 Jahre alt. Chinas künftige Hoffnungsträger für Olympia trainieren an einer der tausenden von Sportschulen in allen Provinzen des Landes. Obwohl diese Athleten noch zu jung sind, um an den Olympischen Spielen 2008 in Peking teilzunehmen, träumen sie bereits vom Gewinn olympischer Goldmedaillen bei den Spielen in London im Jahr 2012 oder auch darüber hinaus. Der in Shanghai lebende Fotograf Nir Elias fotografiert seit
2006 chinesische Jungen und Mädchen beim Training in unterschiedlichen
sportlichen Disziplinen.
und Steven Achiam, Dänemark, (Student Danish School of Photojournalism), Sumo Boys in Japan (unten r.): Hideo ist vierzehn und möchte gern einer der Bodyguards des Kaisers von Japan werden. Dafür braucht er Kampfsporterfahrung. Seine Mutter versorgt ihn und achtet darauf, dass der Junge viermal am Tag Gemüse isst, ein bis zwei Kilo Fleisch, fünf Eier und vier große Schüsseln Reis. Nachdem sein Bett unter ihm zusammengebrochen ist, schläft er auf dem Boden. „Das Beste am Sumotraining ist, dass ich andere auf den Boden werfen kann“, sagt
Kenta, 11 Jahre alt. „Nun bin ich dick und kräftig – vorher war ich nur dick.“
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| photo: Nir Elias (l.) & Steven Achiam (r.) |
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Renée Byer, USA, (The Sacramento Bee), „Die Liebe einer Mutter“ - Reportage über eine alleinerziehende Mutter von fünf Kindern und ihren krebskranken, sterbenden Sohn (unten l.): Cyndie F.* Leben in Sacramento/Kalifornien war nie einfach: fünf Kinder, dreimal geschieden. Im November 2004 erfährt die 39jährige, dass ihr jüngster Sohn Derek, 10 Jahre alt, an Krebs erkrankt ist. In Dereks kleinem Körper wütet ein Neuroblastom, ein Krebs, der sich von den Nervenzellen aus über seinen ganzen Körper ausbreitet. Von diesem Tag an wächst Cyndie über sich hinaus. Bis zu seinem Tod im Mai 2006 begleitet sie Derek auf seinem schwierigen Weg – mit Liebe, Mut und der schier unerschöpflichen Kraft einer Mutter.
Finbarr O'Reilly, Großbritannien/Kanada, (Reuters), Ein Haus der Hoffnung - Polioopfer in Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) (unten r.): Der britisch/kanadische Fotograf Finbarr O’Reilly war in der Stadt Kinshasa im krisengeschüttelten Kongo (DRC). Als er eines Tages in der Stadt wieder einmal Unruhen, Schießereien und aufgebrachte Menschen fotografiert, stößt er durch Zufall auf ein Heim für Mädchen und Jungen, die durch Kinderlähmung verkrüppelt sind. Es ist ein ruhiges Haus. Fast beschaulich. Er empfindet es wie eine Oase der Hoffnung, der Einigkeit und des Optimismus in einem riesigen, von Verzweiflung gezeichnetem Land.
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| photo: Renée Byer (l.) & Finbarr O'Reilly (r.) |
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Hatem Moussa, Palästina, (AP), Leben im Gaza Streife (unten l.): Überfälle, Tod und Zerstörung gehören seit Jahren zum Alltag im
palästinensischen Gazastreifen. Am 10. April 2006 zerstörten Bomben ein Wohnhaus
in der Stadt Beit Lahiya im Norden des Gebietes. Ein achtjähriges Kind wurde bei
dem Angriff getötet und dreizehn Kinder im Alter von einem bis siebzehn Jahren
wurden schwer verletzt. Der Fotograf Hatem Moussa ist im Gazastreifen aufgewachsen. Seit 1998 arbeitet er dort. Seine Fotos zeigen, wie sich der andauende Konflikt auf die Zivilbevölkerung auswirkt.
Musa Sadulajew, Tschetschenien, (AP), Tschetscheniens vergessene Kinder (unten r.):
Offiziell ist der Krieg vorbei. Doch was hat sich verändert für die Kinder in Tschetschenien, in der Hauptstadt Grosny, in den Dörfern und in den Flüchtlingslagern der Nachbarrepublik Inguschetien? Grosnys Straßen blühen auf in nie gesehenem Glanz; doch die meisten Menschen leiden weiter an Hunger und Kälte – und viel mehr noch an den Traumata der endlosen Kriegsjahre. Dennoch blüht die Hoffnung der „vergessenen Generation“ sichtbar auf – in Tanzensembles, Schulen und Sportvereinen. Die Menschen suchen verzweifelt nach einer Normalität. Die Bilder des tschetschenischen Fotografen Musa Sadulajew zeigen beides:
Zerstörung und Aufbau, Verzweiflung und Hoffnung, Resignation und Neuanfang.
Seit vielen Jahren begleitet er den Alltag der Kinder in seinem Heimatland.
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| photo: Hatem Moussa (l.) & Musa Sadulajew (r.) |
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Wolfram Hahn, Deutschland (Student Kommunikationsdesign, FH Potsdam) - Enzauberte Kinderzimmer - Studie zu fernsehschauenden Kindern (unten l.): Starre Gesichtchen, leere Blicke, puppenhafte Gestalten. Der Fotograf Wolfram Hahn hat Kinder in Deutschland zwischen drei und zwölf Jahren beim Fernsehgucken abgelichtet. Wer Erwachsene beim Fernsehen sieht, mag über ihre dümmlichen Gesichtsausdrücke vielleicht noch lachen. Wenn aber Kinder vor der Glotze stundenlang in Teilnahmslosigkeit versinken, wirken sie wie unheimliche kleine Körper ohne Geist. „Aktives Begreifen ist in der modernen Mediengesellschaft nicht gefragt.
Stattdessen schickt das Fernsehen mit seiner Einbahnstraßen-Kommunikation den
Zuschauer in eine mentale Erstarrung,“ sagt der Fotograf und versucht dies in
seinen Bildern auszudrücken.
Jonathan Torgovnik, Israel, (Newsweek Magazine), Verbrechen und ihre Folgen - Porträts von Frauen, die im ruandischen Bürgerkrieg vergewaltigt wurden, und ihren Kindern heute (unten r.): Jonathan Torgovnik wollte für sein Projekt 50 Frauen finden, die während des Genozids in Ruanda vor 13 Jahren vergewaltigt wurden und als Folge ein Kind von ihren Peinigern empfingen.
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| photo: Wolfram Hahn (l.) & Jonathan Torgovnik (r.) |
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