Der Spezialpreis der Jury ging an Andrzej Jakimowski aus Polen für den Film "Gezauberte Wirklichkeit". „Der Spezialpreis geht an die bezaubernde Darstellung der Mission eines kleinen Jungens, seinen Vater zu finden. Der Film schafft es wunderbar, Fantasie mit sehr gut dargestellter Realität zu verschmelzen. Die Komposition von den Tricks des Jungen und der Technik des Films sowie die Realität, die durch die Charaktere und deren Einbettung in ihre Umwelt zum Leben erweckt wird, lassen uns am Ende die ergreifende Erfahrung einer Wiedervereinigung erleben.“
Die lobende Erwähnung der Internationalen Jury ging an Marilia Rocha, Luiz Felipe Fernandes, Alexandre Baxter, Joao Flores, Maria de Fatima Augusto, Leandro HBL, Armando Mendz and Christiano Abud aus Brasilien für den Film "Die endlose Strecke". „Die Jury war beeindruckt von der ästhetisch-technischen Brillianz, mit der die verschiedenen Autoren dieses Films ihr soziales Engagement ausdrückten.“
Lobende Erwähnung der Internationalen Jury geht an Silva Cusin für den Film "Estrellita - Take Away Song". “Eine besondere Erwähnung geht an eine Schauspielerin für ihre manchmal reservierte und doch kraftvolle Darstellung der würdevollen Witwe eines Meistergeigers, die schließlich zum Mentor eines jungen Musiktalents wird.“
Lobende Erwähnung der Internationalen Jury geht anfür den Film "Mit eigenen Augen". “Besonders erwähnt werden soll eine Schauspielerin mit einem herausragenden Gespür für filmisches Charisma, weil wir sie auf jeden Fall bald auf der großen Leinwand wieder sehen wollen.“
FIPRESCI-Jury:
Sasa Jankovic (Serbien), Luc Chaput (Kanada), Ayman Youssef (Ägypten), Enrico Bosten (Deutschland), Ronald Rovers (Niederlande)
Der Preis der internationalen Filmkritik ging an Yin Lichuan aus China für den Film "Das Glück im Park". „Für das stimmige Drehbuch über das Generationenproblem, für die herausragenden Bilder, für die tolle Darstellung der Schauspieler und für die inspirierte Regieführung.“
Publikumspreis Mannheim-Heidelberg ging an Shawn Garry aus Chile für den Film "Das Glück meiner Mutter"
Ökumenische Jury:
Dirk von Jutrczenka (Stuhr Seckenhausen), Gianna Urizio (Rom), David Fonjallaz (Bern), Manfred Koch (Bamberg), Lothar Strüber (Freiburg)
Der Preis der Ökumenischen Jury ging an Daniel Espinosa aus Dänemark für den Film "Die Muslimin und der Jude". „In einer Liebesgeschichte zwischen einem Juden und einer Muslimin thematisiert Daniel Espinosa den nie enden wollenden Konflikt zweier verfeindeter Kulturen. Mit einer feinfühligen Bildsprache und ausdrucksstarkem Schauspiel zeigt der Film beispielhaft, wie Feindschaft überwunden werden kann: durch die Bereitschaft zum gegenseitigen Verstehen und Mitfühlen, durch Vertrauen, Mut und Liebe.“
Der lobende Erwähnung der Ökumenischen Jury ging an Carmine Amoroso aus Italien für den Film "Cover Boy...(L’ultima rivoluzione) Herbst/Winter Kollektion" „Die Reise eines jungen rumänischen Migranten nach Italien ist eine Odyssee durch Widrigkeiten, ungesicherte Menschenrechte und neue kapitalistische Werte. Zugleich ist sie die Entdeckung einer wahren Freundschaft und der Möglichkeit, seine Würde zu behalten. Die Sicht des Films auf diese Realitäten ist vielschichtig, sensibel und formal überzeugend.“
Jury der Kinobetreiber:
Svenja Alsman (Freiburg), Sebastian Schmid (Ulm), Isabel Apel (Dresden)
Empfehlungen der Jury der Kinobetreiber für "Cover Boy...(L’ultima rivoluzione) Herbst/Winter Kollektion" aus Italien, Carmine Amoroso. „Die Geschichte eines jungen Rumänen in Italien überzeugt durch eindrucksvolle Bilder und die behutsame Darstellung gesellschaftlicher Konflikte. Das sensible Portrait einer Männerfreundschaft vor dem Hintergrund unsicherer Wohn- und Arbeitsverhältnisse lässt dem Zuschauer dabei genügend Raum für eigene Interpretationen. Besonders gut gelingt es darzustellen wie die persönliche Erfahrung politischer Umstürze auf eine Kultur prallt, in der Revolution nur ein weiterer Trend ist.
"Die Muslimin und der Jude"aus Dänemark, Daniel Espinosa. „Das Leben hat dem jungen Witwer Shmuli besonders übel mitgespielt. Der Jude kämpft sich als alleinerziehender Vater durch sein Leben ohne Geld, voller familiärer Konflikte und lernt schließlich erst durch die Liebe zu einer Muslimin, eigene Entscheidungen zu treffen. Die Romanze dient dabei als Auslöser für eine erwachsene Coming-of-Age-Geschichte. Outside Love überzeugt auch durch stimmige Bilder und einen mitreißenden Soundtrack.”