Berlin (ots) - Die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) und der Verein der
Tibeter in Deutschland (VTD) protestieren bundesweit gegen das Vorgehen der
chinesischen Truppen in Lhasa.
Die TID ist entsetzt über die gewaltsame Reaktion der chinesischen Führung und ihrer Sicherheitskräfte auf die zunächst friedlichen Demonstrationen in der tibetischen Hauptstadt Lhasa. "Für die Eskalation der Gewalt, die inzwischen zu mehreren Todesopfern und vielen Verletzten geführt hat, ist allein die chinesische Führung verantwortlich" so Inge Schnetzer, Politische Referentin der TID. Seit Beginn der Woche demonstrieren Mönche für die Freiheit Tibets. Spontan haben sich ihnen zahlreiche Bürger angeschlossen. Augenzeugen berichten von über 1000 Demonstranten.
Statt die Forderungen der Demonstranten ernst zu nehmen und den Dialog zu suchen, lässt die chinesische Führung den Protest brutal niederschlagen. Sie verweigert sich jeder politischen Auseinandersetzung und versucht durch das Kappen von Telefonleitungen und Internetzugängen Nachrichten über die Geschehnisse zu unterdrücken.
"Solange die Forderungen unseres Volkes nach politischer, religiöser und kultureller Selbstbestimmung nicht erfüllt werden, wird Tibet nicht zur Ruhe kommen", erklärt Dalha Agyitsang vom VTD.
TID und VTD protestieren nachdrücklich gegen das brutale Vorgehen und fordern die chinesische Regierung auf, die Übergriffe umgehend einzustellen, alle Inhaftierten sofort freizulassen und das Recht auf freie Meinungsäußerung zu achten.