Way to Kashmir
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Der Weg von Delhi zu Kashmir ist ein erfahrungsreiches Abenteur
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Indien, Juni 2005, Su-Kyung Han
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Wir machten uns, nach gescheiterten Verhandlung mit einem sehr "geschickten Reiseagenturclan" in Delhi, mit gemischten Gefühlen auf den Weg nach Kashmir, statt mit dem gekauften Flugticket nun per Auto. Ein netter Fahrer, begleitet von einem "Security Man" der Reiseagentur, sorgte für eine angemehme Fahrt, welche länger als 24 Stunden dauerte. Alleine kann man das nicht schaffen. Es schien, dass die indischen Reiseagenturen das bestes für ihre Kunden tun würden.
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Das Auto sah anders aus als wir uns vorstellt hatten. Ohne Rückspiegel, ohne Sicherheitsgürtel, während der Nacht? Fragen um Fragen... Trotzdem bräuchte man sich keine Sorge zu machen, denn es gäbe keine Unfälle auf der Autobahn, es sei eine sichere Sache, so unser Fahrer. Der Weg nach Kashmir soll wunderschön sein, Kashmir wird als der "heaven" gepriesen.
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photo: Su-Kyung Han
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Es kam alles anders, der Weg von New Delhi nach Kashmir ist nicht immer einfach zu fahren. Was sich alles auf der Autobahn abspielt, man wird immer wieder von unerwarteten Dingen überrascht, überschwemmte Strassen, eilig überquerende Rikschafahrer, ein Wagen mit "Stehgästen", die irgendwie am Wagen hingen und plötzlich vor den Augen auftauchten, dies sah schon sehr riskant aus.
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Hindernisse auf indischen Strassen sind nicht nur menschlich, sondern auch tierisch, immer wieder nahmen Horden von Ziegen und Kühen die gesammte Strasse in Anspruch. Hier trifft man auch Menschen mit einer Schlange um den Hals gewunden, die von Schaulustigen für Fotos Spenden erwarten. Affen, die furchtlos vor den Autos vorbeiziehen, lanweilig wird es hier nie.
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Unterwegs trifft man viele reiche indische Familien aus dem Süden des Landes mit einer Menge Gepäck, die im kühlen Norden ihren Urlaub verbringen. Transporter, die auf diesen einen Weg in Richtung Süden oder über die Grenze zu Kashmir fahren, drängeln wie üblich rücksichtlos, sogar auf Strassen, die an tiefen Schluchten verlaufen. Unser erfahrener Fahrer ließ dies nicht zu, er überholte andere rasant und kam schnell voran. Jeder fährt in der Mitte der Strasse, so lange, bis das entgegenkommende Fahrzeug auf Tuchfühlung ist, dann bereinigt ein sekunden schnelles Ausweichmanöver die brenzliche Situation! Die indische "Zickzack"-Fahrkunst ist einfach sagenhaft!
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Wegen der meisterhaften Fahrkunst und den Strassenverhältnissen passieren nicht selten Reifenpannen. Solch ein Eingriff ist von Anfang an abzusehen, so befindet sich überall abseits jeglicher Orte Werkstätten. Reifen werden bis zum Platzen abgefahren, neue Reifen können sich viele Inder kaum leisten. Der geplatzte Schlauch wird rausgenommen und geflickt und weiter gehts!
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photo: Su-Kyung Han
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Obwohl die Werkstatt nicht so modern ausgestattet ist wie in anderen Industrieländern, kann man sich auf das Improvisationstalent der indischen Experten verlassen. Der Reifenbedarf ist überall so groß, dass die riesigen Transporter, voller geladener Reifen, permanent unterwegs sind. Reifenreserven zu haben ist ein vitaler Bestandteil des Strassenlebens, so fahren viele Motoräder nur mit Ersatzreifen.
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